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Northern Territory: Diese Tipps darfst du nicht verpassen!

Was muss man im Northern Territory alles gesehen haben?

Krokodil im Shady Camp

Das Northern Territory in Australien ist rießig, viel davon besteht nur aus trockenem Outback, im Süden ja schon Wüste und im Norden um Darwin dichte Wälder und je nach Regenzeit unglaublich viel Wasser mit Krokodilen.

Wenn man mit dem Auto das nördliche Territorium bereist, dann bietet es einige überaus sehenswerte Ecken. Der weltberühmte Uluru ist natürlich ein Muss, interessante Stops entlang der Straße bis hin zu Nationalparks im Norden.

Hier teilen wir unsere Tipps für Backpacker für das Northern Territory und für die Hauptstadt Darwin.

Mehr dazu: Alles zum Working Holiday in Australien.

Backpacker Tipp: Wie funktioniert eine Collection Box in Nationalparks?

Dieser Tipp sei vorausgeschickt: In vielen Natur-Campingplätzen in Nationalparks wird die Gebühr (je nach Ausstattung ca. 3-10 Dollar) über eine sogenannte Collection Box eingesammelt.

Im Klartext heißt das, bei diesen Campingplätzen, die je nach Preislage Wasser, WCs oder auch nichts dergleichen anbieten, sind keine Angestellten vor Ort, die für das Wohlergehen der Gäste veranwortlich sind und das Geld kassieren, sondern man findet am Camping-Eingang eine Box, in der man das Geld einwirft. Das Geld wird in einen Umschlag gegeben und in die Box geworfen.

Außerdem muss man einen kleinen Zettel mit ein paar Details ausfüllen (Name, Kfz-Kennzeichen, Anzahl der Personen, Länge des Aufenthalts, Gebühr insgesamt). Der Umschlag und dieser Zettel müssen natürlich übereinstimmen, damit Kontrollen überhaupt möglich sind.

Der Zettel muss dann klar sichtbar im Auto oder Zelt ausgelegt werden. Aber kontrolliert wird so gut wie nie. Und wenn man erwischt wird, sind Entschuldigungen wie, wir sind gerade eben angekommen, wir haben nicht verstanden, wie das funktioniert, wir dachten es wäre freiwillig etc. natürlich sehr hilfreich.

Kaum ein Backpacker bezahlt diese Gebühren. Auch Australier sehen das nur eher als Vorschlag als ein Muss – wir haben das selbst x-mal erlebt wie Australier darüber lachen, wenn man die Gebühr bezahlen möchte!

Kata Tjuta und Uluru Nationalpark

Der Uluru und Kata Tjuta Nationalpark (Mount Olgas) ist ein Muss, wenn man im Norther Territory ist und durch das Outback fährt. Deshalb haben wir einen eigenen Artikel speziell für Backpacker für Uluru und Kata Tjuta erstellt, den du hier findest.

Kings Canyon

Ca. 160 km vom Highway zum Uluru befindet sich der Kings Canyon. Wenn man Zeit hat, kann man auch dort leicht einen Tag verbringen. Der Kings Canyon lädt zwar mit Unterkünften zum Übernachten ein, aber mit einem Van kann man auch gut und gerne irgendwo neben der Straße nächtigen.

Campen bei den Picnic-Stationen ist verboten. Kontrolliert wird allerdings dort kaum – einfach früh genug aufstehen (laut unserer Erfahrung vor 8 Uhr morgens).

Alice Springs

Diese Wüstenstadt hat nicht wirklich etwas zu bieten, außer ein paar Museen. Tipps dafür überlassen wir gerne professionellen Reiseführern. Die Stadt ist sehr klein und damit auch das Nachtleben sehr beschränkt. Das Aviation Museum ist gratis. Es eignet sich sehr gut um sich eine Idee zu verschaffen, wie schwierig es vor nicht all zu langer Zeit war das Outback zu besiedeln und zu erreichen.

Tipp: Unbedingt vor der Weiterfahrt hier volltanken, da die Benzinpreise in Alice Springs um einiges günstiger sind als entlang des Stuart Highways!

Alice Springs
Alice Springs

Devils Marbels

Gleich neben dem Stuart Highway befinden sich die Devils Marbels. Ein sehr interessanter Ort mit unzähligen rund geformten Steinen. Es empfiehlt sich auf alle Fälle hier einen kurzen Zwischenstopp einzulegen, um diese besonderen Felsformationen gesehen zu haben (ca. 2 Stunden werden reichen). Der Sonnenuntergang bei den Devils Marbles ist sehr schön.

Es sei einem gesagt, dass man in dieser Gegend besonders gerne Spots für Sonnenuntergänge/-aufgänge ausschildert. Vermutlich steigert diese Ausschilderung die Erwartungen (leider) zu hoch, da sie nicht derart außergewöhnlich sind – außer wahrscheinlich jener am Uluru selbst.

Tennant Creek und Mary Ann Lake

Beim Mary Ann Lake handelt es sich um einen Stausee ca. 5 km nördlich von Tennant Creek. In Tennant Creek selbst sollte man wohl einfach nur Zwischentanken. Da dies ein relativ größerer Ort ist, ist auch Benzin dort relativ günstig – relativ!

Am Staudamm von Mary Ann findet man eine Raststätte Schwimmgelegenheit im See und warmen Duschen – und das gratis! Campen ist allerdings verboten.

Kakadu Nationalpark

Der Kakadu Nationalpark ist sehr bekannt. Die Eintrittsgebühr beträgt 25 Dollar pro Person – außer für Kinder und Einheimische.

Backpacker Tipp: Diese Gebür kann man umgehen. Es wird am Beginn bzw. Ende des Parkes nicht kontrolliert, ob bezahlt wurde. Die Gebühr sollte man an einem Informationszentrum bezahlen, welche sich bei den 2 Einfarten (gleich bei Darwin und etwas nördlich von Katherine) befinden. Dort bekommt man Informationsmaterial und man sollte eben die 25 Dollar pro Person entrichten. Aber das kann man sich sparen – es wird niemand auffallen, wenn man am Informationszentrum einfach vorbei fährt.

Alle Sehenswürdigkeiten im Park sind nebenbei gut ausgeschildert. Der Kakadu Park eignet sich für Vögelbeobachtungen, Wanderungen durch die Natur etc. Ansosnten hat der Park eher wenig zu bieten. Es hängt auch ein wenig von der Zeit ab, wann man ihn besucht. Die Monate Mai und Juni eignen sich dafür am besten. Im August und September hingegen ist alles sehr trocken und man bekommt nichts besonderes geboten – alles wirkt wie ausgetrocknet.

Jene unter uns, die dort auf Krokodile hoffen, müssen auch einen sehr guten Tag und eine Portion Glück erwischen. Wir haben keine gesehen.

Mit Vierradantrieb bekommt man einige interessante Teile zu Gesicht, die sonst nicht erreichbar sind. Aber auch mit normalem Antrieb sind interessante Spots erreichbar.

Die Hauptortschaft des Parks (Jabiru) ist von Darwin aus über den Arnhem-Highway erreichbar oder etwas nördlich von Katherine über den Kakadu-Highway. Benzin ist im Park, auch in Jabiru recht teuer. Ca. 1,90. Reservebenzin mitzunehmen ist also empfehlenswert. Jabiru selbst ist eine sehr kleine Ortschaft, wo man aber Lebensmittel usw. erhält. Aber auch diese sind teuer. Eine Abkühlung findet man im örtlichen Schwimmbad für ca. 4 Dollar.

Backpacker Tipp

Wir wissen, dass wir nicht alle Meinungen damit vertreten, aber diesen Park kann man sich unserer Erfahrung nach vor allem in der Trockenzeit schenken, außer man möchte Vögel usw. beobachten (die Vögel dort sind wirklich vielfältig und bunt).

Wenn man ihn besucht, dann kann man sich einiges an Geld ersparen, indem man die 25 Dollar nicht bezahlt. Auch innerhalb des Parks wird in der Regel nicht kontrolliert.

Im Park befinden sich einige Campingplätze. Wie aber in vielen australischen Nationalparks wird die Gebühr (meist zwischen 3-8 Dollar) über eine Collection Box eingehoben, in der man das Geld einfach einschmeißt.

Experten Tipp: Shady Camp

Möchte man Krokodile in der Wildnis beobachten, dann ist das Shady Camp am Mary River in der Nähe des Kakadu Nationalparks genau der richtige Ort. Während der Trockenzeit ist dieser Camping mit einfachem Zweiradantrieb erreichbar. Während der Regenzeit hingegen nur mit Vierradantrieb.

Achtung: Am Shady Camp gibt es weltweit die höchste dichte an Salzwasserkrokodile!

Gleich neben dem Camping gibt es einen Fluss, der hier in der Nähe ins Meer mündet. Es gibt einen Krokodil-Lookout. Krokodile sonnen sich aber noch lieber beim Flussübergang direkt vor dem Camp. Dieser Übergang hält das Salzwasser zurück, welches bei Flut kommt. Bei Flut lassen sich Krokodile auf beide Seiten des Flusses beobachten. Bei Ebbe nur auf der Süßwasserseite des Flusses.

Die Campinggebühren werden über eine Collection-Box bezahlt. Pro Person kann man sich hier 3,30 Dollar ersparen. Das Camp empfehlen wir wärmstens allen, die gerne Krokodile in freier Wildbahn sehen möchten. Außerdem schwirren vor allem abends unzählige Wallabys herum.

Lichtfield Nationalpark

Einheimische sagen „Litchfield do, Kakadu don’t“. Das soll natürlich heißen, dass Litchfield Park besser sei, wie der weltberühmte Kakadu-Park. In diesem Park findet man sehr viele Wasserfälle und Flüsse, in denen man baden kann und reinspringen.

Je nachdem, was man möchte, kann Kakadu als auch Litchfield besser sein. Für ein paar chillige Tage am Wasser ist der Litchfield Park perfekt dafür geeignet. Die örtlichen Campingplätze werden über die Collection-Box bezahlt. Wer gerne aktiv ist und schwimmt oder sich nur gerne unter die Sonne haut, ist hier genau richtig.

Edith Falls

Die Edith Falls sind Wasserfälle, welche sich nördlich von Katherine befinden. Sie empfehlen sich als Zwischenstopp von bzw. nach Darwin. Hier findet man die richtige kühle Erfrischung, welche man in diesen Breiten in der Regel dringend sucht.

Die Wasserfälle selbst sind allerdings nicht sehr beeindruckend. Ein Ausflug eigens von Darwin zu den Edith Falls ist nicht sehr empfehlenswert, da doch einige hundert Kilometer dazwischen liegen. Neben den Wasserfällen gibt es eine Campingmöglichkeit. Die Bezahlung funktioniert über Collection Box.

Hier befinden sich die Edith Falls:

Darwin

Über Darwin haben wir auch unzählige Informationen speziell für Backpacker gesammelt und einen eigenen Beitrag darüber verfasst. Hier kommst du zu unseren Tipps über Darwin und erfahrst, wo man am besten andere Backpacker trifft, kostenlos schlafen kann und vieles mehr.

Mehr dazu: Alle unsere Tipps über Australien.

Hast du weitere Tipps? Wir freuen uns auf Kommentare!

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